Über Villach

Einmal im Jahr, beim Villacher Fasching, kommt die zweitgrößte Stadt Kärntens ganz groß raus. Doch auch das restliche Jahr über ist Villach unbedingt eine Reise wert! Die weltoffene Stadt mit den vielen Seen macht sich nicht nur einen Spaß daraus, in der Faschingszeit die Klagenfurter zu veräppeln – sie macht auch sonst einfach Spaß. Wir verraten, warum:

Sehen: Der Villacher Hauptplatz heißt nicht nur so, er spielt in Villachs Altstadt tatsächlich die Hauptrolle: Mit dem im 12. Jahrhundert erstandenen Platz selbst, dem Haus des Arztes und Philosophen Paracelsus, dem mit schauerlichen Strafen bemeißelten Pranger und der Stadtpfarrkirche Sankt Jakob gehört er auf jeden Fall mit auf deine To-do-Liste. Auch der Lederergasse und Gerbergasse entlang der Drau solltest du einen Besuch abstatten, ebenso wie den eindrucksvollen Hochwassermarken aus dem Mittelalter oder den Maybachl-Quellen. Mit Fahrzeugmuseum, Puppenmuseum und Pilzmuseum lohnt die Fahrt nach Villach auch für alle, die speziellere Interessen haben.

Erleben: Klar, der Villacher Fasching ist definitiv ein jährliches Highlight im Event-Kalender – aber Villach kann mehr! Mit dem Carinthischen Sommer etwa findet seit 1969 jährlich ein Musik- und Kulturfestival auf hohem Niveau statt, das größte Rocker- und Biker-Treffen European Bike Week lockt Anfang September bis zu 100.000 Harley-Davidson-Fahrer und Fans an, der 8-tägige Villacher Kirchtag im August ist ein brauchtümliches Volksfest mit mehr als 100 Einzelveranstaltungen und einem Trachtensfestzug als Höhepunkt. Erholung vom ganzen Trubel bietet das Warmbad, die Villacher Therme.

Genießen: Die Küche Kärntens ist ein unverschämt leckerer, überwiegend herzhafter Spiegel der verschiedenen Einflüsse, unter anderem aus Italien und Slowenien. Die Villacher Kirchtagssuppe, auch „saure Suppe“ genannt, besteht aus mehreren Sorten Fleisch und allerlei Drumherum und ist traditionell der Anlass dafür, ein aufwändiges Menü zu kochen. Definitiv auch nicht vorbeigehen solltest du bei einer Fahrt nach Villach an der Villacher Torte, einer skandalös wuchtig-leckeren Kreation aus Schokolade, Kirschen, Sahne, Marzipan, Likören und mehr.

Unser Toptipp:

Tscheltschnigkogel mit Eggerloch

Der schwer auszusprechende Tscheltschnigkogel wird glücklicherweise auch Kadischen genannt und ist ein beliebtes Naherholungsziel der Villacher, perfekt zum Wandern und Die-Aussicht-Genießen! Sehenswert ist dabei unter anderem der Eingang zum Eggerloch, der über 700 m langen Karsthöhle, auch die Reste einer frühchristlichen Kirche sowie eine Befestigungsanlage aus dem 5. oder 6. Jahrhundert nach Christus findest du hier.

  • Wann: am besten bei klarem Wetter
  • Wo: Der ausgeschilderte Wanderweg auf den Gipfel beginnt nach dem Thermenhof und der Unterführung zum Warmbad.
  • Weitere Infos: unter anderem hier

 

In Villach von A nach B

Zum Entdecken Kärntens möchten wir uns an dieser Stelle unbedingt fürs Radfahren (vielleicht auch mit E-Bike?) aussprechen – aber ist das auch der beste Weg, Villach kennenzulernen? Wir haben uns umgeschaut:

  • Den ÖPNV in Villach managen die Kärntner Linien, die auch für Klagenfurt zuständig sind. Mit einem Einzelticket für 2,20 € kannst du verhältnismäßig günstig die Buslinien nutzen, die die Innenstadt mit den Randbezirken verbinden, ansonsten bringt dich auch die S-Bahn fix von A nach B.
  • Für das Autofahren in Villach brauchst du gute Nerven, die Stadt ist meistens recht voll und es geht nur langsam voran. Parken kann man in der Innenstadt oft nur gebührenpflichtig und kurzfristig – sinnvoller ist es, die Park&Ride-Möglichkeiten an den Bahnhöfen zu nutzen und in der Villacher Altstadt dann auf den ÖPNV oder das Fahrrad umzusteigen.
  • Apropos: Villach ist nicht ganz flach, die kürzeren Strecken zum Besichtigen der Innenstadt schaffen aber auch Gelegenheitsradler mit dem Fahrrad ganz entspannt! Entlang der Drau etwa hat Villach sehr schöne, malerische und vor allem flache Radwege.
  • Und auch zu Fuß kommst du in Villach gut voran, gerade die historische Altstadt eignet sich hervorragend für einen entspannten Bummel.

 

Nach Wien - Nach Salzburg - Nach Innsbruck - Nach Linz - Nach Graz - Nach Bregenz - Nach Wiener Neustadt - Nach Klagenfurt - Nach München - Nach Dresden - Nach Köln - Nach Berlin - Nach Hamburg - Nach Amsterdam - Nach London - Nach Paris - Nach Prag - Nach Zürich - Nach Genf - Nach Rom - Nach Mailand

 

 

Nach Villach
mit dem Zug

Villach ist einer der Haupt-Bahnknotenpunkte in Österreich, hier treffen sich die Drautalbahn (von San Candido über Spittal bis nach Maribor), die Rudolfsbahn (von Amstetten über Bruck an der Mur bis nach Feldkirchen) sowie die Karawankenbahn, die nach Slowenien führt. Wichtigster Bahnhof ist der nah am Zentrum gelegene Hauptbahnhof Villach, an dem im Zweistundentakt u.a. Eurocitys und andere Fernverkehrszüge etwa nach Salzburg, München, Köln, Frankfurt und Wien fahren. Der Ostbahnhof ist vor allem für Bahnstrecken nach Südosteuropa und Autoreisezüge wichtig.

Nach Villach
mit dem Fernbus

Bei einer Fahrt mit dem Fernbus nach Villach hast du die Wahl zwischen 2 Strecken, aus Richtung Nordwesten von Bad Reichenhall weiter nach Maribor oder über Wien und Graz weiter nach Venedig – weitere Ziele erreichst du in der Regel mit Umstieg. In Villach halten die Fernbusse meist direkt am Hauptbahnhof, auf dem Bahnhofplatz 5, so hast du optimale Anschlussmöglichkeiten.

Nach Villach
mit dem Flugzeug

Einen eigenen Flughafen hat Villach nicht, mit dem Flugzeug kannst du nur über den Flughafen in Klagenfurt (Kärnten Airport) anreisen. Von dort aus verkehren tagsüber etwa halbstündlich S-Bahnen und Regionalbahnen, die die Strecke in annähernd 1 Stunde zurücklegen.

Nach Villach
mit der Mitfahrgelegenheit

Die Autobahnanbindung Villachs ist (mit Anschluss an die A 10, A2 und A 11) sehr gut, da sollte auch eine Mitfahrgelegenheit für deine Fahrt nach Villach mit im Rennen sein! Ein kurzer Check ergab, dass etwa für den nächsten Freitag ein gutes Dutzend Angebote nach Villach besteht – Fahrten ab größeren Städten sind bei der begrenzten Auswahl natürlich erfolgversprechender.